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Samstag, den 02. Januar 2010 um 07:21 Uhr |
Das chinesische Staatsfernsehen CCTV veröffentlichte kürzlich einige Sendungen über das Thema Online-Spiele. Diese sollen für Drogenabhängigkeit, verfrühte Schwangerschaften und Mordtaten verantwortlich sein, so die chinesischen Sittenwächter.
Für die Aufnahmen zur Sendung “Confession of a Murderer - Focus on Pornography and Violence in Online Games” interviewten die Reporter einen Insassen eines Jugendgefängnisses, der nach einem verübten Mord eine lebenslängliche Haftstrafe verbüßen muss. Der junge Chinese verriet dem Staatsfernsehen (natürlich ganz freiwillig), dass er den Mord nur begangenen hat, um virtuelles Equipment für ein Online-Spiel aufzutreiben.
“Dieser Junge tötete fünf Menschen und der Grund, warum er straffällig wurde, ist auf seine Sucht nach Online-Games zurückzuführen”, so ein Reporter. “Bis zu 80 Prozent der Inhaftierten in diesem Jugendgefängnis sitzen wegen Online-Games hinter Gittern.”
Kein Einzefall: Ähnliche Inszenierungen - wie es das Nachrichten-Portal itnews.com betitelt - findet man in der chinesischen Medienlandschaft nicht selten. In einer weiteren Sendung wird über ein 14-jähriges Mädchen berichtet, das durch ein Tanzspiel dazu verleitet wurde, Sex mit fremden Männern zu haben, die sie zuvor im Internet kennenlernte. Für das staatliche Fernsehen eine ganz plausible Angelegenheit: Online-Games fördern One-Night-Stands. Zudem hätte das Mädchen bereits zwei Abtreibungen hinter sich.
Ein weiterer Gamer soll laut CCTV regelmäßig Drogen wie Methamphetamin zu sich nehmen, um möglichst viel Zeit mit den Online-Games verbringen zu können. Zumindest wäre er im Trend: Laut einer staatlichen Studie spielen 210 Millionen der insgesamt 339 Millionen chinesischen Internetnutzer Online-Spiele.

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